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Leistungsprüfung Ziehen und Fahren für Kaltblutpferde, Pony (Fahren), Altwürttemberger (Fahren)

Schwarzwälder zieht einen Schlitten über die Wiese

In den Zuchtprogrammen für Kaltblutpferde ist die gestaffelte Überprüfung der Eigenleistung eine unabdingbare Voraussetzung für die anschließenden Selektionsmaßnahmen. Im ersten Schritt werden bei der Eintragung in das Zuchtbuch, neben der Gesundheit auch die Merkmale Rasse- und Geschlechtstyp, der funktionale Körperbau, die Korrektheit des Fundaments und der Bewegung sowie die Grundgangarten Schritt und Trab (ggf. Galopp) und der Gesamteindruck bewertet. Eine Prüfung der Eignung als Zug- und Fahrpferd erfolgt im zweiten Schritt in einer dreiteiligen Leistungsprüfung im Ziehen und Fahren. Die mit einer Mindestnote abzulegende Leistungsprüfung ist bei Hengsten Voraussetzung für eine unbeschränkte Zuchtzulassung (Eintragung in das Hengstbuch) und bei Stuten Voraussetzung zur Anerkennung als Hengstmutter. Zudem sollten alle am Zuchtprogramm teilnehmenden Stuten eine Leistungsprüfung im Ziehen und Fahren absolvieren.

Die Leistungsprüfung im Ziehen und Fahren unterteilt sich in die Teilprüfungen Prüfung am Zugschlitten, Schwachholzziehen, Einspännerprüfung im Fahren und Fremdfahrertest.

Die Prüfung wird in der Regel für Kaltblutpferde als eintägige Feldprüfung durchgeführt, das Ablegen einer Stationsprüfung ist ebenfalls möglich. Als Ergebnis werden neben der Gesamtnote und der Platzierung auch Merkmalsblocknoten für das Interieur, die Zug- sowie die Fahreignung ermittelt. In Baden-Württemberg führt das Haupt- und Landgestüt Marbach jährlich im September in Marbach eine Feldprüfung für Kaltblutengste und -stuten sowie in St. Märgen eine Prüfung für Kaltblutstuten durch.

Seit 1994 legten beim Schwarzwälder Kaltblut, der heimischen Kaltblutrasse in Baden-Württemberg, insgesamt über 1.000 Pferde erfolgreich die Prüfung im Ziehen und Fahren ab.

Das Altwürttemberger Pferd als „Herr und Bauer“ hatte seinen Einsatz vor allem in der Landwirtschaft und als Reit- und Fahrpferd für die bäuerliche Bevölkerung. Leistungsprüfung und Selektion bildeten schon immer die Grundlage für die Zucht und Erhaltung dieser Rasse. Heute richten sich die Bemühungen auf die Erhaltung der noch vorhandenen Pferde und der Konzentration auf einen möglichst hohen und einheitlichen Genanteil. Im Erhaltungszuchtprogramm des Pferdezuchtverbandes Baden-Württemberg sind Selektionsmaßnahmen hinsichtlich des Exterieurs, Interieurs und Leistung im Gespann und unter dem Sattel freiwillig. Hengste und Stuten legen ihre Leistungsprüfung in der Regel als eintägige Feldprüfung im Fahren ab. In einer Dressuraufgabe werden die Pferde im Einspänner in der Fahrtauglichkeit sowie in den beiden Grundgangarten Schritt und Trab sowie im sich anschließenden Fremdfahrertest geprüft.

Die Ponyzucht ist in Deutschland mit einer großen Rassenvielfalt vertreten. Neben einem einwandfreien Charakter, einem gutmütigen Temperament, Gesundheit und Robustheit wir vor allem für den Einsatz als Reit- und Fahrpony eine große Leistungsbereitschaft gefordert. Ponyrassen über 138 cm stellen ihre Leistungsbereitschaft unter dem Sattel, kleinere Ponys in einer Einspännerprüfung mit Fremdfahrertest unter Beweis.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Pferdezuchtverband Baden-Württemberg (www.pzv-bw.de) und beim Haupt- und Landgestüt Marbach (www.gestuet-marbach.de).



Pamina v. FINN RN: Siegerstute dreijährig (Foto: D. Matthaes/RJ)

Pünktchen v. WILDHÜTER: Siegerstute vierjährig (Foto: D. Matthaes/RJ)



Ergebnis Leistungsprüfung Ziehen und Fahren Stuten am 27.08 in St. Märgen

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