Ergebnis der Marbacher Gestütsauktion 2021, erstmals online

Großes Interesse, gutes Ergebnis

Spannend blieb es bis zum Schluss: Zum ersten Mal hat die Gestütsauktion des Haupt- und Landgestüts Marbach online stattgefunden und ein gutes Ergebnis erzielt. Unter Aufsicht von Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck und Verkaufsleiter Hendrik Schulze Rückamp begann am 01. Mai um 18 Uhr das Ausbieten („Bid-Up“) auf der Internetseite www.marbach.hsr-auktion.de. Über 200 Interessenten waren registriert, 69 Bieter gaben insgesamt 232 Gebote auf die 16 im Angebot stehenden Pferde ab, darunter auch Bieter aus Kanada, der Schweiz, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Netto-Verkaufspreise der überwiegend dreijährigen Pferde lagen zwischen 8.300 und 27.750 Euro, der Netto-Durchschnittspreis der verkauften Pferde betrug 13.038 Euro. Zwei Pferde wurden in die Schweiz verkauft.

Die Auktionsspitze, der vierjährige typvolle Schimmelwallach Captain Zinnow v. Captain Olympic aus dem Besitz des Landgestüts Redefin, wechselte für 27.750 Euro den Besitzer. Zweitteuerstes Pferd war der erst dreijährige Cantonnier v. Canto, der als Fohlen aus dem bewährten Züchterhaus Bauhofer in die Marbacher Fohlenaufzucht gelangt war. Er erhielt den Zuschlag für 18.500 Euro. Die Katalognummer 1 Alamo v. Acajou aus der Zucht und dem Besitz von Helmut Brand war den neuen Besitzern 15.000 Euro wert. Der bewegungsstarke dreijährige Trakehner Phoshor/T., ein Sohn des Eliteanwärters Helium/T., bleibt auf der schwäbischen Alb. Er wird noch einen Sommer auf Marbacher Weiden verbringen und dann weiter sportlich gefördert.

Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis: „In der Ausnahmesituation der Corona-Pandemie mussten wir auch in diesem Jahr von der normalen Auktion in der großen Reithalle abweichen und uns mit der Onlineauktion auf absolutes Neuland begeben. Unser Team hat sich nicht entmutigen lassen und ein gutes Ergebnis erzielt. Wir danken allen Interessenten und Käufern für ihr Vertrauen und wünschen Freude und Erfolg mit ihren Pferden“.

Auktionsspiegel 2019 bis 2021



Der Weg zum Marbacher Auktionspferd
Bis zum Tag der Auktion haben die jungen Remonten ihre ersten Lebensjahre auf den Vorwerken des Gestüts verbracht. Die Fohlen werden nach dem Absetzen pferdegerecht in Gruppen aufgezogen. Auf den weitläufigen Weiden der Vorwerke und in den großzügigen Laufställen werden sie vom qualifizierten Marbacher Gestütspersonal umsorgt und erzogen. Bereits in den ersten zweieinhalb Jahren werden die Pferde durch die täglichen Fütterungszeremonien in den Gruppenlaufställen und die regelmäßigen Besuche des Hufschmiedes an den vertrauensvollen Umgang mit dem Menschen gewöhnt. Im dritten Lebensjahr dürfen die „jungen Wilden“ noch den Sommer auf den Weiden genießen, bevor für sie der „Ernst des Lebens“ beginnt. Erst Mitte November verlassen die Pferde ihre Aufzuchtstationen und werden in Marbach aufgestallt. In der Gruppe lernen die Pferde nach und nach Trense, Sattel und den Longiergurt kennen. Das erste Gewöhnen an das Reitergewicht erfahren sie nach jeweiliger individueller Veranlagung. Neben den kurzen Anreit-Reprisen dürfen die Pferde in der Gruppe freilaufen, werden im Freispringen gymnastiziert und genießen gemeinsamen Weidegang. Die Pferde werden behutsam von erfahrenen Mitarbeitern an die Ausrüstung und das Reitergewicht gewöhnt. Zum Zeitpunkt der Auktion können die jungen Remonten in allen drei Grundgangarten unter dem Reiter gehen. Es hat sich bewährt, diese Phase des Anreitens bei einigen Pferden durch einen Sommer auf der Weide zu unterbrechen. Die jungen Pferde haben so die Möglichkeit, die gemachten Erfahrungen zu verarbeiten, und man entgeht dabei auch der Gefahr, talentierte Pferde zu überfordern. Die vierjährigen und älteren Pferde werden darüber hinaus altersgerecht und vielseitig ausgebildet. Alle Marbacher Pferde werden viermal täglich mit kräuterreichem Albheu und dreimal täglich mit einer individuell angepassten Ration Kraft- und Mineralfutter und reichlich Möhren versorgt.
Das Team im Reitkommando besteht aus qualifizierten Pferdewirten und erfahrenen Pferdewirtschaftsmeistern und wird stetig fortgebildet. Im Februar werden alle zur Auktion vorgesehenen Pferde einer ausführlichen tierärztlichen Untersuchung unterzogen, bevor sie zur Auktion zugelassen werden und durch den Versicherungspartner einen Versicherungsschutz bis über den Auktionszeitpunkt hinaus erhalten. Die Untersuchungsprotokolle und Röntgenbilder sind jederzeit für interessierte Kunden einzusehen.

Kontakt

Haupt- und Landgestüt Marbach
Gestütshof 1
72532 Gomadingen (Marbach)

Tel.: +49 73 85 96 95-0
E-Mail: poststelle@hul.bwl.de

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Ihr Ansprechpartner

Hauptsattelmeister Rolf Eberhardt
Ausbildungsleiter

+49 1 70- 2 20 47 52

poststelle@hul.bwl.de

 

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