Marbacher Landbeschäler

Falcone v. Federsee wird Siegerhengst der Körung in St. Märgen

Alternativtext zum Bild

Berichte zur Körung und Verbandsstutenschau in St. Märgen am 24.10.2020

Das Haupt- u. Landgestüt Marbach stellt mit Falcone v. Federsee den Körungssieger 2020

St. Märgen (PZV BaWü). Bei schönem Herbstwetter fand der diesjährige Kaltblutherbst mit der Körung der Kaltbluthengste und der Verbandsstutenschau mit Zukunftspreis der zweijährigen und der Staatsprämierung der dreijährigen und älteren Schwarzwälder Kaltblutstuten einen schönen Abschluss. Alle Beteiligten hatten sich jedoch aufgrund der angespannten Coronasituation an die Hygieneregeln zu halten, Masken tragen wurde zur Pflicht. Zuschauer waren zur Körung und Stutenschau nur sehr begrenzt zugelassen um die Abstände in der Halle einhalten zu können. Die Körung wurde jedoch von Reiterjournal TV aufgezeichnet und kann auf der Internetseite des Reiterjournals so für Jedermann noch miterlebt werden. Das Körlot am Samstag fiel mit 11 gemeldeten und 8 vorgestellten Hengsten im Vergleich zum Vorjahr deutlich kleiner aus.

Aus dem Haupt- und Landgestüt Marbach sowie aus privater Aufzucht waren jeweils vier Junghengste angereist, die sich der Körkommission mit Helmut Faller, Karl-Heinz Eckerlin, Wilhelm Kuri, Dr. Klaus Banzhaf und Zuchtleiter Manfred Weber zuerst bei der Pflastermusterung auf hartem Boden und anschließend in der Weißtannenhalle an der Hand und im Freilaufen präsentierten. Die Hengstmusterung fand mit dem Schrittring ihren Abschluss. Vier Hengste erhielten ein positives Körergebnis, drei wurden mit der Junghengstprämie ausgezeichnet.

Siegerhengst Falcone v. Federsee aus Marbach

Mit Falcone vom ehemaligen Bundessiegerhengst Federsee stellte das Haupt- und Landgestüt Marbach den diesjährigen Körungssieger. Gisela Siewert aus dem oberfränkischen Zell hat ihn aus ihrer LSt. Fiona gezüchtet. Fiona führt in ihrem Pedigree die Gene des ehemaligen Körungssiegers Weißgerber, des dressurtalentierten Revisor sowie von Diktator, einem Vertreter der D-Linie und geht auf die Stutenlinie der Fabiola von Duplex zurück. Der sehr gut entwickelte und typvolle Falcone überzeugte die Kommission mit schöner Aufmachung, viel Rasseadel und Hengstpräsenz, großen Körperpartien und seinem guten Gangvermögen in allen drei Grundgangarten. Karl-Heinz Eckerlin und Helmut Faller zeichneten den Hengst mit Siegerschärpe, der Junghengstprämie und einem Ehrenpreis aus. Die Züchterin Siewert wurde für ihre Leistung mit der Silbernen Plakette der Deutschen Reiterlichen Vereinigung-FN geehrt.

Zweiter im Kreise der mit einer Junghengstprämie ausgezeichneten Hengste war der ein Jahr ältere, bereits hocherfolgreich leistungsgeprüfte Ventor. Der von Werner Blattert, Bonndorf gezüchtete Sohn des Vento, führt über seine Mutter der LSt. Alea das Blut des im Zuchtversuch zur Erhaltung der braunen Farbe eingesetzten Lasse von Leonhard, in der dritten und vierten Generation folgen die Gene von Dinkelberg und Riegel. Der vom Haupt- und Landgestüt Marbach vorgestellte, mit 155 cm großgewachsene Hengst zeigte sich mit gutem Rassetyp, harmonischer Oberlinie, einem guten Fundament und sehr ansprechender Gangmechanik. Sein Leistungsvermögen und sein gutes Interieur stellte er bereits in der Hengstleistungsprüfung im September erfolgreich unter Beweis, die er als dritter von sieben geprüften Hengsten mit der Gesamtnote von 8,46 erfolgreich absolvierte. Ventor entstammt der Stutenlinie der Astrid (=Ähre von Marder).

Mit Markgraf einem Sohn des amtierenden Bundessiegerhengstes und bundesprämierten Markus kommt auch der dritte gekörte Hengst aus dem Haupt- und Landgestüt Marbach. Gezüchtet hat ihn Karl Staiger aus St. Georgen aus der Rena, einer Tochter des Federweisser, über Riegel und Dirk bringt Rena auch die Gene der R- und D- Linie ein. Stamm-stute ist die braune Rutine. Der in der gesamten Körung stets gelassene mit 148 cm gemessene kompakte Dunkelfuchs, überzeugte die Kommission mit seiner Nervenstärke, einem groß übersetzten und gelassenen Schritt, im Trab zeigte er sich antrittsstark, locker und raumgreifend. Auch er wurde mit der Prämienschärpe ausgezeichnet.

Der von Frank Heidan im sächsischen Neschwitz gezüchtete und von Werner Schultheiss vorgestellte, mit 153 cm gemessene Valegro von Vulkan erhielt ebenfalls ein positives Körergebnis. Über seine Mutter LSt. Nadira von Domingo führt er das Blut des Freibergers Dayan, in weiteren Generation folgen Ravel, Dirk, Militarist und Milford. Stammstute ist die Nixe von Deutschmeister. Der im Mittelstück etwas lang angelegte noch sehr jugendlich wirkende Valegro präsentierte sich in nobler Aufmachung. Seine Grundgangarten zeigte er fleißig und geregelt, an Elastizität wird er noch gewinnen. Die IG-Kaltblut, vertreten durch die Vorsitzende Andrea Hahn, würdigte das Engagement für den privat vorgestellten und gekörten Hengst mit einem Ehrenpreis.
______________________________________________________________________________

Die noble Schwarzwälderin Donna Clara wird zum zweiten Mal als Gesamtschausiegerin ausgezeichnet – die elegante Elana siegt im Zukunftspreis

St. Märgen (PZV BaWü). Die Kaltbluttage in St. Märgen fanden am Sonntag mit dem Zukunftspreis der zweijährigen Schwarzwälder Kaltblutstuten sowie den dreijährigen und älteren in der Staatsprämierung einen guten Abschluss und verdeutlichten ein weiteres Mal den hohen Qualitätsstandard unser Schwarzwälder Kaltblutzucht. Im Zukunftspreis wurden alle vorgestellten Stuten mit einem ersten Verbandspreis ausgezeichnet. In der Staatsprämierung der dreijährigen und älteren Stuten zeichneten die Richter Dr. Thomas Raue, Karl-Heinz Eckerlin und Zuchtleiter Manfred Weber 23 Stuten mit einem ersten Staatspreis aus, 13 Stuten dürfen sich künftig mit dem Titel „Staatsprämienstute“ schmücken. Lediglich eine Stute musste sich mit einem zweiten Staatspreis zufriedengeben.

Zukunftspreis

Den Wettbewerb im Zukunftspreis nahmen acht zweijährige Jungstuten auf und erhielten erste Verbandspreise. Siegerin und mit Schärpe und Verbandsehrenpreis ausgezeichnet, wurde Elana von Falkenstein aus der Rossfestsiegerin 2010, der StPr./LSt. Elina von Respekt aus der Zucht und dem Besitz von Wilhelm Kuri, Waldkirch. Eine schmucke, typvolle und mit viel Rasseadel ausgestattete, gut modellierte Stute, die sich im Schritt von Runde zu Runde steigerte und viel Raumgriff und Fleiß zeigte, zudem gefiel sie mit sehr ansprechender Bewegungsmechanik im Trab mit gut eingesetzter Hinterhand.

Den Reservesieg sicherte sich die Lissy, eine Tochter des Bundessiegers Markus aus der Zucht von Albert und Bernhard Rombach, Stegen. Eine mit 152 cm gemessene und gut entwickelte und gut proportionierte Stute, schön im Rasseadel, herausragend der sichere und groß übersetzte Schritt. Die Mutter LSt. Luna, eine Tochter von Wildhüter, kam in der Klasse der älteren Stuten am Schautag auch noch zu Staatsprämienehren.

Drittplatzierte war die von der ZG Singler gezüchtete und ausgestellte Anja von Dexter aus der StPr./LSt. Aischa vom Elitehengst Feldsee, die mit schönem Rassetyp, gutem Kaliber und raumgreifendem Schritt überzeugte.

Auffällig in dieser Altersklasse war die gute Entwicklung der Stuten mit einer durchschnittlichen Größe von 150 cm; einem mit gut bewerteten Rassetyp, einem fast durchweg ergiebigen und taktsicheren Schritt und gutem Interieur.

Staatsprämierung

Bei der Staatsprämierung nahmen 24 dreijährige und ältere Schwarzwälder Kaltblutstuten in drei Altersklassen den züchterischen Wettstreit auf, 22 erste Staatspreise und dreizehn neue Staatsprämienstuten zeugen von der hervorragenden Qualität des Ausstellungslots. Bei den drei- und vierjährigen Stuten wurden neun, in der Klasse der fünf- bis siebenjährigen sowie achtjährigen und älteren Stuten je zwei Staatsprämien vergeben.

Die durchschnittliche Leistungsprüfungsnote, die mit einem Drittel in die Endnote einging, lag bei über alle Altersklassen 8,03 und verdeutlicht eindrucksvoll das enorme Leistungspotential der teilnehmenden Stuten, die durchschnittliche Schauendnote mit 7,63 errechnet. Die vorgestellten Stuten wurden mit einem mittleren Widerristmaß von 152 cm vorgestellt, bei einem im Mittel mit gut bewerteten Rassetyp. Die gezeigten Grundgarten Schritt und Trab waren mit der durchschnittlichen Bewertung von 7,45 sehr ausgeglichen.

In der mit dreizehn Stuten stark besetzten Klasse der dreijährigen und vierjährigen Stuten ging die Leistungsstute Fia von Rotenberg, Mutter von Wildhüter von Primus Hock, Schonach an der Spitze und sicherte sich die Siegerschärpe. Eine typvolle und sehr harmonisch konstruierte Stute mit schöner Oberlinie, passendem Fundament. Schritt und Trab waren von besonderer Güte, der Schritt taktsicher, fleißig und raumgreifend, im Trab stets mit gut unter den Körperschwerpunkt fußenden Hinterbein und elastischen federnden Bewegungen. Aus der Leistungsprüfung brachte sie eine 8,38 als beste von dreigeprüften Stuten in die Endnote mit ein und wurde mit der Staatsprämie ausgezeichnet.

Zweitbeste in dieser Altersklasse war die ebenfalls mit der Staatsprämie bedachte noble LSt. Eisblume vom Falkenstein aus der Zucht von Wilhelm Kuri, Waldkirch, im Besitz von Roland und Birgit Finsterwald, Salem. Eine typvolle Stute mit zwei ausgeglichenen fleißigen, taktsicheren und raumgreifenden Grundgangarten. Mit Staatsprämien und ersten Staatspreisen wurden in dieser Altersklasse auch folgende Stuten ausgezeichnet: LSt. Lady Dora Donner von Donner, ZG Mohr-Niemeier; LSt. Kleine Waldfee von Wildbach von Franz Rieder; LSt. Ninett von Vulkan von Selina Schultheiss; LSt. Flocke von Roter Milan von Kai Maimbresse; LSt. Juliane von Vento von Jörg Kurtz; Florina von LVV Modigliani von Stefan Zehnle sowie Rilanja von Markward von Josef Waldvogel.

Die Klasse der 5-7-jährigen Stuten wurde von der StPr./LSt. Flora, Vollschwester zur Siegerin der dreijährigen angeführt. Die von Primus Hock, Schonach aus der Fahra von Wildhüter gezüchtete Stute, beeindruckte gleichermaßen wie ihre zwei Jahre jüngere Schwester, nobel mit dunkler Jacke und schönem Langhaar, harmonischem Seitenbild und ergiebigen, fleißigen und elastischen Grundgangarten, die Leistungsprüfung legte sie mit 8,08 erfolgreich ab. Sie wurde mit einer Schärpe für den Klassensieg ausgezeichnet. Auf dem zweiten Platz rangierte die fünfjährige mit der Staatsprämie ausgezeichnete LSt. Fürstin Franka von Vogt/Ravel von Peter Deufel, Meßstetten. Eine groß gewachsene, harmonische Stute im guten Rassetyp stehend, in beiden Grundgarten mit Fleiß und Takt überzeugend. Mit einer Staatsprämie wurde in dieser Klasse auch die mit großen Körperpartien ausgestattete mütterliche siebenjährige LSt. Le Fina von Markward von Ulrike Kury, Elzach ausgezeichnet.

Im Klassement der 8jährigen und älteren Stuten setzte sich die von Sylvia Stiegeler, Stegen ausgestellte und von Hermann Klingele, Stegen gezüchtete StPr./LSt. Donna Clara vom Elitehengst Dachs durch, die sich mit viel Rassenobles, ihrer schmucken Erscheinung und dem energischem groß übersetzten Schritt eindrucksvoll präsentierte. Sie gewann als Zweijährige bereits den Zukunftspreis und sicherte sich die Siegerschärpe in dieser Altersklasse.

Im Endring setzte sich Donna Clara zum zweiten Mal unangefochten als Schausiegerin vor die beiden Rotenberg-Töchter und Reservesiegerinnen Fia und Flora von Primus Hock. Die Siegerschärpe, den Ehrenpreis eine schmucke Abschwitzdecke und die FN-Plakette in Silber überreichte Karlheinz Eckerlin der Besitzerin Sylvia Stiegeler Alle Endringstuten wurden mit Ehrenpreisen, einer schmucken Ledertrense ausgezeichnet.

Die neuen Staatsprämienstuten von St. Märgen

LSt. Fia * 2017 v. Rotenberg/Wildhüter – Siegerin 3-jährige, Erste Reservesiegerin; Z.+B. Primus Hock, Schonach

LSt. Eisblume *2016 v. Falkenstein/Vogt; Z. Wilhelm Kuri, Waldkirch; B. Roland und Birgit Finsterwald, Salem

LSt. Lady Dora Donner *2016 v. Donner/Moritz; Z. Hermann Klingele, Stegen; B. ZG Mohr-Niemeier, Warburg

LSt. Kleine Waldfee *2016 v. Wildbach/Federsee; Z.+B. Franz Rieder, Waldkirch

LSt. Ninett *2017 v. Vulkan/Rubin; Z.+B. Selina Schultheiss, Pfullendorf

LSt. Flocke *2016 v. Roter Milan/Federweisser; Z. Bärbel Rombach, Titisee-Neustadt; B. ZG Kai Meimbresse, Trendelburg

LSt. Juliane *2016 v. Vento/Dachsberg; Z.+B. Jörg Kurtz, Sulz a.N.

Florina *2016 v. LVV Modigliani/Dachsberg; Z.+ B. Stefan Zehnle, Schuttertal

LSt. Rilanja *2016 v. Markward/Riegel; Z. Johannes Stucke, Wutach; B. Josef Waldvogel, St. Märgen

LSt. Fürstin Franka *2015 v. Vogt/Ravel; Z.+B. Peter Deufel, Meßstetten

LSt. Le Fina *2013 v. Markward/Donnergroll; Z. Wendelin Kury, Elzach, B. Ulrike Kury, Elzach

LSt. Luna *2009 v. Wildhüter/Riegel; Z.+B. Albert u. Bernhard Rombach, Stegen

LSt. Ally *2011 v. Wilder Retter/Donnergroll; Z. Helmut Faller, St. Märgen; B. Theo Neininger, Villingen-Schwenningen

Text: Manfred Weber, Zuchtleiter
Pferdezuchtverband Baden-Württemberg

Kontakt


Haupt- und Landgestüt Marbach

Gestütshof 1
72532 Gomadingen-Marbach

(07385) 96 95-0

(07385) 96 95-10

poststelle@hul.bwl.de

Downloads


Videos der zur Körung vorgestellten Hengste unter: https://reiterjournal.com/de/reiterjournal.tv/kaltbluttage-st.-maergen-2020/

Ergbenissübersicht Kaltblutherbst 2020 hier klicken

 

Informationen  zum Datenschutz und zum Einsatz von Cookies auf dieser  Seite finden Sie in unserer Datenschutzerklärung