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Arabische Hauptbeschäler verstorben - Nabor el Masan ox und Nasheed al Amal Hoor ox sind tot
Arabische Hauptbeschäler verstorben - Nabor el Masan ox und Nasheed al Amal Hoor ox sind tot
Das Haupt- und Landgestüt Marbach hat den Verlust zweier Hengstpersönlichkeiten zu beklagen: Die arabischen Hauptbeschäler Nabor el Masan ox und Nasheed al Amal Hoor ox sind innerhalb weniger Tage verstorben. Nabor el Masan ox musste im Alter von 26 Jahren aufgrund von Altersbeschwerden eingeschläfert werden. Nur wenige Tage später erlitt der 16-jährige ägyptische Hengst Nasheed al Amal Hoor ox ein Koppeltrauma und musste trotz aller Bemühungen der Gestütstierärzte erlöst werden.
Nabor el Masan ox
Nabor el Masan ox geht auf die Stutenfamilie der Gründerstute des königlich-württembergischen Gestüts Weil, Murana I Or.Ar. 1808, zurück und führt das wertvolle Blut der bedeutenden Weiler Stute Dinarsad 1928 gleich vierfach im Pedigree. Sein Vater ist der Hadban Enzahi-Sohn Masan aus der ebenfalls in Marbach etablierten Stutenlinie der Moheba I, der zahlreiche erfolgreiche Distanzpferde brachte. Um die wertvollen Weil-Marbacher Blutlinien in Verbindung mit der Sportlichkeit des Hengstes zu sichern, holte Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck den bereits betagten Hengst im Jahr 2022 aus Frankreich ins Hauptgestüt Marbach. Nabor el Masan ox stammt aus der Zucht des Haras de la Majorie und war selbst im Distanzsport auf Distanzen CEN** bis 130 km leistungsgeprüft. Von seinen 48 in Frankreich registrierten Nachkommen haben 30 Erfolge im nationalen und internationalen Distanzsport, drei Hengste und acht Stuten sind in Frankreich als Zuchtpferde aufgeführt. Seine Fohlenjahrgänge in Marbach fielen auf durch typvolle und sich kraftvoll und dynamisch bewegende Nachkommen mit guter Geschlossenheit, Trockenheit, Korrektheit und sehr gutem Interieur. Seit 2023 sind 13 Fohlen von ihm im Hauptgestüt Marbach geboren, drei im aktuellen Fohlenjahrgang 2026. Mehrere Fohlen wurden mit der VZAP-Fohlenprämie ausgezeichnet, einige Jungstuten sind für eine Remontierung der Hauptgestütsherde vorgesehen, und aus seinem ersten Marbacher Jahrgang steht ein hoffnungsvoller Junghengst als Hengstanwärter in Vorbereitung auf die Körung. Nabor el Masan ox hat seine letzten Lebensjahre auf dem Vorwerk Güterstein verbracht und wurde von dem Team um die Pferdewirtschaftsmeister Thomas Schick und Paul Birkner liebevoll umsorgt.
Nasheed al Amal Hoor ox
Ein halbes Jahrhundert nach dem letzten Import von Zuchtpferden aus Ägypten hatte das Haupt- und Landgestüt Marbach 2021 den bedeutenden Vollblutaraber Nasheed al Amal Hoor ox aus Kairo zur Blutauffrischung importiert. Nasheed al Amal ox stammt aus der Zucht des ägyptischen Hippologen Philippe Paraskevas, Gestüt Hoor, dessen züchterisches Lebenswerk der Erhalt des original-ägyptischen Vollblutarabers auf der Basis des Staatsgestüts El Zahraa in Kairo als Kulturgut ist. Der mit viel Substanz und Körperharmonie aufgemachte Hauptbeschäler Nasheed al Amal Hoor ox vertritt die Hengstlinie des Jamil el Kebir Or.Ar. 1870 über den Anter, Vater des ebenfalls aus Ägypten nach Marbach importierten Rapphengstes Gharib ox, und die Stutenlinie Om Dalal Or.Ar. 1882 über seine in El Zahraa geborene bedeutende Mutter Aneedah. Er ist in der Wüste unter dem Reiter geprüft und war in Kairo bereits ein bewährter Vererber. Seinen vielfach prämierten Fohlen gibt er exotischen Adel, gute Körper und kraftvolle Bewegungen mit. Er hinterlässt in Deutschland 22 registrierte Fohlen, die meisten davon im Hauptgestüt Marbach, brachte aber auch auf dem Gestüt Kauber Platte einen vielversprechenden Hengstanwärter aus dem zweiten Jahrgang. Sein letztes Fohlen wurde am 8. Mai 2026 in der Hauptgestütsherde geboren. Nasheed al Amal Hoor ox war auf dem Vorwerk Güterstein untergebracht, wo er täglichen Koppelgang genoss und noch im Juni 2026 bewundertes Modell für die Teilnehmer des Fotokurses mit Gabriele Boiselle war. Anfang Juli hatte der Hengst sich bei einem Koppelunfall schwerwiegende Verletzungen im Bereich von Kopf und oberer Halswirbelsäule zugezogen. Trotz intensiver Therapie verschlechterte sich der Zustand des Pferdes von Tag zu Tag so gravierend, dass sich Gestütstierärzte und Gestütsleitung schweren Herzens für eine Euthanasie zum Wohl des Pferdes entscheiden mussten.